Die Tagebücher meines Großvaters

Geheime Tagebücher eines jungen Mediziners, der 1942 mit nur 25 Jahren als Truppenarzt an die Ostfront geschickt wurde.

Die Kriegstagebücher meines Großvaters, aufgeschlagen auf einer seiner alten Landkarten

Die Tagebücher meines Großvaters sind für mich weit mehr als eine historische Quelle. Sie sind ein sehr persönlicher Teil meiner Familiengeschichte und wurden zu einer der wichtigsten Grundlagen meiner Romane. Lange wusste niemand von diesen Aufzeichnungen. Mein Großvater hatte darin nahezu täglich festgehalten, was er als junger Truppenarzt erlebte, welche Orte er durchquerte und was der Krieg für ihn ganz persönlich bedeutete.

1942 wurde er dem 63. Panzergrenadierregiment zugeteilt. Sein Weg führte ihn tief in die Sowjetunion und bis kurz vor Stalingrad. Er versorgte Verwundete unter schwierigsten Bedingungen und erlebte unter anderem das Unternehmen Wintergewitter. Neben seinen täglichen Einträgen sind auch seine persönlichen Karten erhalten geblieben. Darauf zeichnete er selbst Wege, Orte und Marschrouten ein. Genau diese Originalkarten sind heute auch auf meiner Homepage zu sehen.

Besonders wertvoll sind für mich jedoch nicht nur die Dinge, die er aufgeschrieben hat. Mein Großvater erzählte mir persönlich von Erlebnissen, die ihn bis ins hohe Alter begleitet haben. Einige davon waren so schwer, dass sie sich mir tief eingeprägt haben. Später durfte ich Teile dieser Erinnerungen in meinen Romanen weitertragen.

Vor allem in Hermann Sedlmayr finden sich Spuren meines Großvaters wieder. Die Figur ist fiktiv, doch einzelne Erlebnisse, Schauplätze und Erfahrungen beruhen auf seinen Tagebüchern und Erzählungen.

So wurde aus den geheimen Aufzeichnungen meines Großvaters ein Stück meiner eigenen Geschichte und schließlich ein Teil meiner Romane.